Lesen Sie hier die Geschichte unserer Models und wie Sie Ihr Leben mit Brustkrebs meistern

Mama, Mucki, Metastasen

Von Monika, 42 Jahre

Ihre Geschichte

Ich war so glücklich wie schon lange nicht mehr. Ich war nach einer gescheiterten Ehe wieder glücklich verliebt und frisch verheiratet. Auch unser gemeinsames Wunschkind war unterwegs. Alles schien perfekt. Gegen Ende der Schwangerschaft entdeckte ich einen etwas schmerzhaften Knoten. „Schaut harmlos aus“, meinte meine Gynäkologin nach einer Ultraschalluntersuchung. Ich sollte Umschläge machen und Kügelchen nehmen. Durch den gewaltigen Hormoncocktail nach der Geburt und den Milcheinschuss entwickelte sich der Knoten zu einem kleinen Hühnerei. „Immer schön ausstreichen“, riet meine Hebamme.

Dann schien meine Gynäkologin nervös zu werden. Sie wollte mich ins Brustzentrum zur Diagnostik schicken. Mein Mucki war keine vier Wochen alt und ich hatte eigentlich keine Lust unsere gemütliche Familienhöhle zu verlassen. Es war dann meine beste Freundin, die mich drängte endlich für Klarheit zu sorgen.

„Scharf begrenzt, sieht harmlos aus“, sagte die Ärztin dort. „Sollen wir reinstechen?“. Da mein Mucki brav im Kinderwagen lag stimmte ich zu. Ich war nicht nervös. Ich machte mir keine Sorgen. Ich schwamm einfach weiter auf meiner Glückswelle.

Doch am 13. Januar 2014 brach der Sturm über mich und meine Familie herein. Ich bekam einen Anruf vom Brustzentrum: „Kommen Sie bitte heute noch, um den Befund zu besprechen und bringen Sie jemanden mit.“

„Bringen Sie jemanden mit“. Das sagt man nicht einfach so, sondern nur, wenn es richtig ernst wird. Ich rief voller Angst meine große Tochter und natürlich meinen Mann an. Ich traf sie in der Eingangshalle der Klinik. Da klingelt mein Telefon: „Guten Tag Frau Grüner. Sie haben morgen bei uns einen Termin zur Knochenszintigraphie! Den müssen wir leider verschieben.“ Knochenszinthi! Ich bin vom Fach. Ich weiß, was das bedeutet. Sie suchen nach Metastasen. Ich habe Krebs.

Zusammen mit meinem Mann hörten wir der Ärztin zu, die uns erzählte, dass ich einen sehr aggressiven triple-negativen Tumor habe. Es müsse sofort mit der Chemotherapie begonnen werden, dann eine Amputation der Brust und Bestrahlung.

Etwa eine Woche lang durchlebten wir die Hölle. Mein Mann hatte Angst ein alleinerziehender Vater zu werden. Meine großen Kinder hatten Angst nun auch noch ihre Mama zu verlieren. Doch die Anteilnahme unter Freunden und Familie war gewaltig, weil wir nie ein Geheimnis aus meiner Diagnose gemacht haben.

Die Therapie ging dann Schlag auf Schlag. Knochenszinthiegraphie, Abklärung der inneren Organe und Lymphknoten auf Metastasierung, Anlage eines Ports für die Chemotherapie, denn normale Venen halten das Gift auf Dauer nicht aus. Keine zwei Wochen später lief die erste Chemo in mich hinein. Ich freute mich darauf und konnte bereits wenige Tage danach ertasten, wie sich das Hühnerei begann aufzulösen. Die Chemo wirkte, das spürte ich.

Also ging ich weiter hin, ein halbes Jahr lang. Ich verlor meine Haare, hatte auch sonst mit einigen Unannehmlichkeiten zu kämpfen, doch es war lange nicht so schlimm, wie ich es mir vorher ausmalte. Mit Ende der Chemo ergab das MRT, dass der Tumor nicht mehr zu sehen war. Operiert wurde trotzdem, doch meine Brust durfte ich zum größten Teil behalten. Die anschließende Gewebediagnostik ergab: Komplettremission. Keine einzige Krebszelle war mehr zu finden. Ich war der glücklichste Mensch. Der Radiologe umarmte mich, da auch er sich so sehr darüber freute. Die anschließenden 30 Bestrahlungen waren im Vergleich zur vorangegangen Therapie ein Klacks. 13 Monate später hatte ich das große Glück mit meinem ältesten Sohn an die Ostsee zur Mutter-Kind-Rehabilitation der Rexrodt-von-Fircks-Stiftung fahren zu dürfen.

Über ein Jahr nach der Diagnose war ich wieder fast hergestellt und kann sagen, dass diese Zeit zwar schlimm war, jedoch nicht die schlimmste in meinem Leben. Und unglücklich war ich nie, denn ich hatte meine Familie bei mir und die innere Überzeugung, dass alles gut wird.

Inge, 48 Jahre alt, verheiratet und Mutter zweier Söhne.

Ihre Geschichte:

Im Januar 2016 bemerkte ich beim Duschen in meiner linken Brust einen kleinen, harten Knoten.

Daraufhin bin ich zu meiner Ärztin, die Ultraschallbilder machte und mir zu einer Biopsie riet. Doch das Ergebnis der Untersuchung war ein Schock: Brustkrebs!

Und das obwohl ich knapp drei Monate zuvor eine unauffällige Mammographie und Brustultraschalluntersuchung hatte.

Meine, unsere Welt, stand Kopf! Ich dachte, im falschen Film zu sein, war verzweifelt und voller Angst. Aber ich musste es akzeptieren und informierte mich ganz genau und im Eiltempo über diese Erkrankung, das nahm mir das Gefühl der Hilflosigkeit und Ohnmacht. Im Februar 2016 folgte dann die Operation. Da meine Mutter vor 25 Jahren ebenfalls Brustkrebs hatte, wollte ich die größtmögliche Sicherheit und ließ mir die erkrankte Brust entfernen. Somit brauchte ich auch keine Bestrahlung. Eine Chemotherapie war bei mir nicht notwendig, lediglich die Einnahme von Tamoxifen für die nächsten Jahre. Zudem habe ich mich für die Misteltherapie entschieden.

Ich bin sehr offen mit meiner Erkrankung umgegangen, habe mich weder versteckt noch zurückgezogen und fühle mich stärker als zuvor. Mein ganzes Umfeld, auch meine Chefs und Kolleginnen, wussten Bescheid und haben mich unterstützt. Das Verständnis, der Rückhalt und die Liebe meiner Familie waren und sind mein Elixier, das mir Kraft schenkt. Dafür bin ich sehr dankbar. Das Leben hat mir eine neue Chance gegeben, und die will ich nutzen. Mit regelmäßigem Sport, Autogenem Training und einer großen Portion Lebensfreude halte ich mich fit. Zumba macht mir besonders viel Spaß und bringt mir gute Laune und Kondition.Die Zusammenarbeit mit ABC hat mich selbstbewusster gemacht und neue interessante Kontakte entstehen lassen.

Mein Rat an alle Betroffenen: Werdet oder bleibt mutig und hoffnungsvoll! Traut euch ganz Frau zu sein, auch ohne Brust. Das Leben lädt uns ein dabei zu sein!

Alles Liebe und Gute

Eure Inge

Rosi

Ihre Geschichte

Als ich die Diagnose Brustkrebs bekam war ich total fit.  Nicht im Traum dachte ich an Krankheit. Ich war die meiste Zeit mit meinem Mann in den Bergen oder mit dem Rad unterwegs.
Als die übliche Routineuntersuchung anstand wurde mir gesagt, dass die Mammographie und Sonographie leider einen unsicheren Befund ergaben.  Sicherheitshalber sollte ich in der Klinik per Schnellschnitt eine Gewebeprobe entnehmen lassen.
Dann die unerwartete Diagnose “Brustkrebs“! Es war am 18. August 1997, diesen Tag werde ich nie vergessen.
Oft schon hatte ich den Ausdruck  gehört “in ein tiefes Loch fallen”, plötzlich  wusste ich  ganz genau, was das bedeutet.  Ich hatte nur noch einen Gedanken: “Ich habe Krebs!” Allein das Wort machte mir schon Angst dazu kam die Ungewissheit “wie soll es weiter gehen?”.
Mein Mann und mein Sohn haben mich ganz toll aufgefangen und ich habe mich bald gefasst. Es wurde entschieden eine  brusterhaltende Operation mit Entfernung einiger Lymphknoten vorzunehmen. Die Operation habe ich gut überstanden, ich hatte Glück, die Lymphknoten waren nicht befallen. Es folgte das furchtbare Warten auf den Befund, das mit soviel Angst verbunden ist.
Das Ergebnis, das mir mein Arzt dann mitteilte hieß:  ein lobuläres in situ-Carzinom über den Abtragungsrand hinaus.
Ich wusste gar nicht, was diese Diagnose zu bedeuten hatte. Doch die Erklärung war: Meine ganze Brust muss entfernt werden.
Was für ein Schock!  Am Abend vor der zweiten Operation der  letzte Blick in den Spiegel mit den Gedanken “Heute sehe ich noch so aus und morgen!!!!!”
Es hieß Abschied nehmen! Meine Brust war klein, ich wollte immer eine grössere, doch ich habe Abbitte getan und hätte meine Brust gerne behalten.
In den folgenden Monaten habe ich viel Kraft aus der Natur geschöpft. Mein Mann hat ganz fest zu mir gehalten, die Angst vor dem Krebs hat langsam nachgelassen.
Heute geht es mir gut, ich lebe und bin dankbar dafür. Ich lebe bewußter, bin zufrieden, freue mich über Kleinigkeiten und sehe vieles mit anderen Augen. Denn ich weiss, es kann sich rasch etwas ändern.
Ich möchte allen betroffenen Frauen Mut machen, die erste Zeit ist sehr schwer, aber es lohnt sich zu kämpfen und wieder Freude am Leben zu haben. Vor allem gibt es jetzt eine grosse Auswahl von angenehmen Brustprothesen und BHs – für wirklich jede Gelegenheit. Schaue ich heute in den Spiegel, denke ich mir: “Das sieht doch toll aus , keiner merkt etwas, ich fühl mich wohl!”
Somit ist für mich das Leben wieder lebenswert
Meine Mutter war 5 Jahre vor mir an Brustkrebs erkrankt.
Ihr Leitsatz war:  “Immer wenn Du meinst es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her!”

birgit

Ihre Geschichte:

Als ich die Diagnose Krebs bekam war das ein Schock und großes Erschrecken – auch für die ganze Familie. “Jetzt hat es also auch mich erwischt”.
Mein erster Gedanke war: Meine Kinder sind schon erwachsen, sie werden alleine zurecht kommen und das war etwas tröstlich.

Die 1992 noch so stark belastenden Behandlungen konnte ich zum Glück gut verkraften. Ich hatte immer den Blick nach vorne und dachte keinen Augenblick daran aufzugeben. Ich glaubte fest daran dies alles gut zu überstehen. Das war dann auch so.

Ganz wichtig war für mich zur inneren Ruhe zu kommen und ein völliges Abschalten, ein Rückzug von allem. 
So konnte ich auch alle die Behandlungen 1996 und 2002 immer mit dem positivem und hoffnungsvollen Blick nach vorne gut überstehen. Sehr tröstlich war und ist es auch eine Familie zu haben, die hinter einem steht.
Dieser für mich so wichtige Rückzug war für meine Umwelt manchmal nicht so ganz zu verstehen, jedoch für mich war das existenziell notwendig.

Jetzt sind mittlerweile seit meiner letzten Erkrankung 10 Jahre vergangen und ich kann positiv in die Zukunft blicken.
(
Wieviele Menschen können das?? Wieviel Leid gibt es auf der Welt! Ich denke die Erkrankung Krebs ist nicht das Schlimmste!)

Ich versuche immer möglichst jeden Tag mit viel Freude und entspannt zu genießen und auch an kleinen Dingen Freude zu finden. Das gibt Kraft.

Es bleibt jedoch nicht aus, dass Ich immer auf meinen Körper horche und manchmal, wenn ich mich nicht gut fühle, kehrt schon die Besorgnis vor einem erneuten Rückfall zurück.

Der Weg zum Himmel ist weit und mit vielen Steinen gepflastert. Jeder versucht den Weg zum Frieden und Glück auf seine Weise zu meistern, auch wenn es nicht immer einfach ist.

ursula

Ursula

Ihre Geschichte:

Eins vorweg: Ich werde auch in diesem Jahr wieder nach Florida fliegen und dort für 4 Wochen den sonnigen November genießen!
Dass dies möglich ist, hätte ich vor fast einem Jahr nicht gedacht. Wie jedes der letzten 10 Jahre bin ich mit meinem Mann Ende Oktober nach Florida in den Urlaub geflogen und wie jedes Jahr haben wir das gleiche Apartment direkt am Golf von Mexico gemietet. Gleich nach drei wunderschönen Tagen habe ich beim Duschen eine Hautveränderung an der rechten Brust festgestellt. Irgendwie wusste ich sofort, das ist nichts Gutes. Ich habe dann gleich in Amerika alles untersuchen lassen und die Diagnose Brustkrebs stand so gut wie fest. Telefonate mit meinen Ärzten in Deutschland und auch der gute Rat der Ärztinnen vor Ort haben mich bestärkt, meinen Urlaub nicht abzubrechen. Tatsächlich hatte ich noch drei wunderschöne Wochen, ich war zum ersten Mal mit meinem Mann und unserem Sohn auf einem Boot zum Fischen ( nach dem Motto, wer weiß, ob ich das noch einmal erlebe). Ich habe einen riesigen Fisch gefangen!

Wieder daheim in Deutschland wurde dann eine Biopsie gemacht und nach dem zu erwartenden Ergebnis wurde ich bereits fünf Tage später operiert. Ich hatte Glück, keine weiteren Metastasen, allerdings musste noch zweimal nachoperiert werden.
Am 4. Dezember 2012 war die letzte OP, Mitte Januar habe ich bereits wieder zu arbeiten begonnen – ich wollte mein Leben zurück.

Rückblickend war das die beste Entscheidung, meine Familie, meine Kolleginnen und Kollegen und alle Freunde waren wunderbar und halfen mir durch die Zeit der Strahlentherapie und Genesung.

Heute kann ich sagen, es ist nicht mehr alles wie vorher, aber manches ist sogar besser!

Dank der lieben Damen von ABC Breastcare und der wunderbaren Prothesen und BH`s sieht mir kein Mensch die Erkrankung an und dank der Krankheit habe ich angefangen, mehr auf mich und weniger auf alles andere zu achten. Ich treibe wieder Sport und ernähre mich gesund. Ich kann auch einmal Dinge liegen lassen, denn – morgen ist auch noch ein Tag!